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Betreuungsmodell

🌗2-2-5-5-Modell

Das 2-2-5-5-Modell ist ein praktisches Wechselmodell für Schulkinder: Wochentags ist klar geregelt, wer das Kind hat, dann längere Wochenend-Phasen im Wechsel.

Was ist das 2-2-5-5-Modell?

Beim 2-2-5-5-Modell sind die Wochentage fest verteilt: zwei Tage immer bei einem Elternteil, zwei beim anderen. Die Wochenenden bilden zusammen mit den umliegenden Tagen längere 5-Tage-Blöcke, die im 14-Tage-Rhythmus wechseln.

Das Ergebnis: 14 Tage = 7 Tage bei jedem Elternteil = perfekt 50/50. Aber im Gegensatz zum 2-2-3 hast du klare Wochentage, die nie wechseln — das macht die berufliche Planung viel einfacher.

Wochenplan-Beispiel

  • Mo–Di: immer bei Mama (jede Woche)
  • Mi–Do: immer bei Papa (jede Woche)
  • Fr–So (Woche A): bei Mama (zusammen mit Mo-Di = 5 Tage)
  • Fr–So (Woche B): bei Papa (zusammen mit Mi-Do = 5 Tage)
  • → Mama hat 2 + 5 = 7 Tage pro 14-Tage-Zyklus, Papa auch 7

Für wen ist es ideal?

  • Schulkinder ab 6 Jahren, die feste Wochentag-Routinen mögen
  • Berufstätige Eltern mit regelmäßigem Arbeitsrhythmus (Mama hat Hobby montags, Papa mittwochs)
  • Familien, die Hobbys/Sport an festen Wochentagen haben — bleibt immer bei demselben Elternteil
  • Eltern in fußläufiger Nähe zueinander und zur Schule
  • Wenn die Eltern eine gute Basis-Kommunikation haben (nur 2 Übergaben pro Woche)
Großer Pluspunkt

Die festen Wochentage machen Hobbys planbar. Schwimmtraining donnerstags? Das Kind ist immer bei Papa. Klavier montags? Immer bei Mama. Kein Kalender-Wirrwarr.

Vorteile

  • Sehr klare Wochenstruktur — Mo/Di gehört immer X, Mi/Do gehört immer Y
  • Hobbys, Sport, Musikunterricht bleiben planbar (festes Wochentag-Programm)
  • Eltern können Job/Termine besser planen — kein Wochen-zu-Wochen-Wechsel
  • Nur 2 Übergaben pro Woche — weniger Logistik als 2-2-3
  • Trotzdem 50/50 — fair und ausgewogen

Nachteile

  • Der 14-Tage-Zyklus muss erst verstanden werden — manche Eltern verwechseln am Anfang die Wochenenden
  • Wochenend-Wechsel kann konflikthaltig sein (alle 2 Wochen lange Phase weg vom Kind)
  • Wenn ein Elternteil immer Mo/Di hat: Hausaufgaben-Last ungleich verteilt
  • Bei nur einem Hobby-Wochentag kann ein Elternteil über das ganze Schuljahr nie dabei sein

Praktische Tipps

  • Beim Setup: überlegt, welche Wochentage für eure Hobbys/Termine wichtig sind und verteilt entsprechend
  • Beide Elternteile bekommen Schul-Infos parallel — Lehrer:in in cc nehmen
  • Wochenend-Phasen: nutzt sie für Ausflüge — der lange 5-Tage-Block lädt zu mehr Zeit ein
  • Doppelte Kleidung an beiden Orten — sonst wandert die Sporttasche jeden Mittwoch

Häufige Fragen

Ist das Modell auch für Kindergarten-Kinder geeignet?

Ja, aber etwas weniger optimal als 2-2-3, weil die 5-Tage-Phasen für Kleinkinder lang sind. Wenn ein Kindergarten-Kind mit 2-2-5-5 gut zurechtkommt, ist es eine wunderbare Brücke ins Schulalter.

Wie regelt man Feiertage?

Feste Wochentage gelten auch an Feiertagen — der Mittwochs-Feiertag gehört zum „Papa-Block", der Montags-Feiertag zum „Mama-Block". Bei längeren Brücken-Tagen kurz absprechen.

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